Jakob Böhme

Jakob Böhme
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Translated by A.Romanova

Jakob Böhme (1575-1624) war ein deutscher religiöser Mystiker aus Görlitz (Zgorzelec auf Polnisch) in Schlesien, auf der polnischen Seite des Oder Flusses direkt gegenüber vom östlichen Deutschland. Ein Schuhmacher von Beruf, er war ein Autodidakt unter dem Einfluss von Paracelsus, Kabbala, Astrologie, Alchimie und der Hermetik Tradition (Peuckert, 1924 101; Merkel 302-310; Hvolbel 6-17). Er hat eine einflussreiche religiöse Offenbarung 1600 erlebt, als ein reflektierender Sonnenstrahl in einer Zinnschale, hat ihn in eine ekstatische Vision der Gottheit katapultiert, als eindringend in die ganze Existenz, einschließlich sogar  auch der Abgrund des Nichtseins. Das und andere mystische Erfahrungen haben Böhme veranlasst, eine Reihe von dunklen, aber starken religiösen Abhandlungen zu schreiben. Gemäß ihm die Negativität, Endlichkeit, und das Leiden vertreten wesentliche Aspekte der Gottheit, nur durch die teilnehmende Tätigkeit seiner Lebewesen, der Gott erreicht volle Befangenheit seiner eigenen Natur.

Die erste Böhme Abhandlung, berechtigte Aurora oder die Morgenröte im Aufgang (1612), seine Einblicke durch einen schwer verständlichen, orakelhaften Stil ausgedrückt hatte. Diese Arbeit hat tiefes Interesse unter einem kleinen Kreis von Anhängern aufgeweckt, aber es hat auch die erhitzte Opposition der Behörden provoziert. Nachdem er von dem örtlichen Pfarrer von Görlitz strafrechtlich verfolgt wurde, hatte Böhme versprechen müssen, zu schreiben aufzuhören, um eine Freiheitsstrafe zu vermeiden. Dieses Urteil hat er fünf Jahren befolgt, bis, unfähig sich länger zurückzuhalten, begann er wieder im Geheimnis für den privaten Umlauf unter Freunden zu schreiben. Die Veröffentlichung seines Weg zu Christo (Way Christ) 1623 durch einen dieser Freunde, hatte zu erneuerten Verfolgungen geführt. Verbannt aus Görlitz, Böhme hat für eine Weile in Dresden gelebt, und auf den Landgütern der wohlhabenden Unterstützern. Schließlich, geschlagen durch Krankheit 1624, ist er nach Hause zurückgekehrt und in demselben Jahr gestorben.

Die deutlichen Vermutungen von Böhme über die Entwicklung innerhalb der Gottheit, sowie seine Verwerfung des schmalen Dogmatismus und der Bibliolatrie, sollten einen tiefen Einfluss über den zeitgenössischen Protestantismus sowohl in Deutschland als auch anderswohin ausüben. Das englische Bœhmenism (Böhme Anhänger) hat sich mit den Quäkern verschmolzen, die dann seine Ideen in die Neue Welt getragen haben. In seinem eigenen Land die größe Einwirkung von Böhme war auf der deutschen Romantik, insbesondere auf die Ideen von G.W.F. Hegel, F. von Baader und F.W.J. von Schelling. Der Widerhall seiner Gedanken setze sich heute fort, besonders unter Theosophen, christlichen Mystikern und dialektischen Theologen.

Theologische und philosophische Hauptideen

Böhmes primäre religiöses Projekt war der Versuch, den Übergang von der Gottheit’s grenzlose Einheit bis zu seinen selbstauferlegten Beschränkungsaspekt durchzudenken. Böhme hatte diese Beschränkung als notwendig betrachtet, damit die Gottheit kontte sich selbst als Gott erfassen. Die Gottheit musste seine Offenbarung in der Natur erfahren, um völlig selbstbewusst zu werden. ” Und nach dieser Tiefe”, hat Böhme geschrieben, “Weiß Gott selber nicht, was er ist. Denn er weiß keinen Anfang und auch nichts seinesgleichen und auch kein Ende….. ” (SS, 1. Band, Aurora, 23. Kapitel, #17;).

Bei endlichen Geschöpf, jedoch hat Gott seine eigene Enthüllung gefunden, die sich in einem Spiegel widerspiegelt. Böhme begründete, weil Gott sich selbst zu offenbaren wünschte, und weil die Offenbarung eine vernünftige (d. h. erfahrbar) Verkörperung verlangt hatte, deshalb musste Gott vernünftig werden, um sein Bedürfnis nach der Selbstenthüllung zu befriedigen. So die dialektische Anregung nach der Selbstbewusstheit innerhalb des rudimentären Willen Gottes war nämlich das, was zu dem geistigen sowie dem materiellen Weltall Anlass gegeben hat.

Böhme hat eine rudimentäre Form der Dialektik sorgfältig ausgearbeitet, bestehend aus positiven und negativen polaren Grundsätzen. Er sagte, diese Grundsätze sind aus dem ersten undifferenzierten Nichtdasein Gottheit (das Nichts) entstanden, das auch als der Ur-Abgrund oder “Ungrund” beschrieben ist, und dann haben sich durch bestellte Stufen der Manifestation nach der ganzen Selbstenthüllung entwickelt. In einem lebhaften, häufig dramatischen Stil, hat Böhme die Entwicklung vom ruhigen Ewigkeit Gottes nach seiner Entwicklung porträtiert, und die aktive Verkörperung in das physische Universum:

In der nichtnatürlichen, nichtkreatürlichen Gottheit gibt es nichts anderes als ein einzelner Wille, welcher auch der einige Gott heißt, der will auch in sich selber nichts mehr als nur sich selber finden und fassen und aus sich selber ausgehen und sich mit dem Ausgehen in eine Beschaulichkeit (Sichtbarkeit) einführen, drinnen man die Dreiheit der Gottheit samt dem Spiegel seiner Weisheit als dem Auge seines Sehens, (SS, vol.  6, Von der Gnadenwahl, 1.Kapitel, #9;).

Eine der gewagtesten Vorstellungen Böhmes war das Gottes Aufkommen aus reiner Einheit in die abgeleitete Aktualität, eine Konfrontation mit der Gegensätzlichkeit hat und Opposition verlangt. Es war außer diesem kreativen Kampf, den das sinnvolle Universum hervordrang. Böhme meinte, es war unvermeidlich und sogar wünschenswert, dieser Konflikt und das Leiden entstanden sein sollten. Diese negativen Elemente waren die motivierenden Sporne, die die Produktion aller mannigfaltigen Phänomene der Natur stimuliert haben. Außerdem war es allein durch den Kampf mit der Negativität, dass sich die Denkweise von endlichen Geschöpfen, ihrer Welt, und schließlich Gott bewusst werden konnten:

Wenn das natürliche Leben keine Opposition (Widerwärtigkeit) hätte, und ohne eine Absicht wäre, dann würde es um seinen eigenen Boden nie bitten, daraus dem es gekommen ist;  dann würde der verborgene Gott unbekannt für das natürliche Leben bleiben…  es würde keine Sensation geben, weder Wille, noch Tätigkeit, noch Verständnis (SS, 4. Band, Weg zu Christo, “Von Göttlicher Beschaulichkeit,” 1.Kapitel, #9;).

Wenn der verborgene Gott, der nur eine einzelne Essenz und Wille vertritt, hatte nicht von seinem eigenen Willen hingegangen, wenn er aus dem ewigen Wissen nicht ausgestellt hatte…  in eine Teilbarkeit des Willens (Schiedlichkeit des Willens), aber hatte nicht dieselbe Teilbarkeit in die Verständlichkeit (Fasslichkeit) gehabt, der zu einem natürlichen und kreatürlichen Leben durchgeführt ist, widrigenfalls  dieselbe Teilbarkeit im Leben im Streit bestand – wie sonst dann könnte er den verborgenen Willen Gottes gewollt haben, der in sich nur Eines ist, um offenbart zu werden?  Wie ein Wille innerhalb einer Einzelnen Einheit könnte eine Selbsterkenntnisse (Erkenntnis seiner selber) sein?  (ibd.  #10)

Die Suche Gottes nach der Selbstmanifestation hat jedoch dort ein implizites Dilemma gelauert. Einerseits haben seine ewige Reinheit und Freiheit in der Bedingung von Ungrund bestanden, der alle Beschränkungen überschritten haben. Andererseits hat die wirkliche Abwesenheit von Oppositionen innerhalb dieses Ungrund bedeutet, dass es entweder des Verkündens oder Begreifens von sich unfähig war – tatsächlich war es ein “Nichts” (ein Nichts).

Nächstes stellte Böhme die Frage, wie man die Weise erklären soll, indem das ewige “nichts” das Verlangen an erster Stelle erfahren konnte. Um sich selbst zu äußern, es schien, dass Gott seine eigene Essenz und ewige Freiheit verneinen musste. Aber selbst wenn eine solche Handlung möglich war, wie würde es sich als eine wahre Enthüllung qualifizieren? Wäre es nicht eher eine Verzerrung worauf sie hinauszielte um das Manifest zu machen? Zweifellos war dieser Ur-Abgrund nur relativ, und nicht absolut “unwirklich”. Sein “Nichts” war dem unklaren Ein Sof in Kabbala etwas analog. Obwohl undifferenziert, hat der Abgrund das innewohnende Potenzial besessen, um etwas Wirkliches und Konkretes zu werden; gemäß Böhme war die erste Manifestation dieses Potenzials die Erfahrung eines “Hungers” oder wie er das anders als “Sehnsucht” ausgedrückt hat. Da der unmanifestierte Wille Gottheit suchte sich selbst in seiner Ur-Freiheit zu offenbaren – d. h., denn enthalten keine anderen Eigenschaften oder Attribute als den bloßen Wille sinnvoll zu werden – alles, was dieser Wille vielleicht hervorbringen konnte, war “die Qualität des Hungers, der es selbst… [war]” (SS, Vol. 6, De Signatura Rerum, 2. Kapitel #7;). Dies wird möglich durch Erfüllung des Wunsches, und dann konnte man sich finden und fühlen, und auf diese Weise hatte es einen wichtigen Schritt zur Selbstmanifestation gemacht. Doch, der zunächst offenbarte Willen-als-Wunsch vertritt nur ein unvollständiges Nachdenken seiner inneren Essenz. Der geistige Hunger hat als eine “Dunkelheit” begonnen, die Reinheit von Ungrund verdunkelnd.

Nach der Feststellung der Existenz einer ursprünglichen “Dunkelheit”, nächstes hat Böhme eine Reihe von Entwicklungsstufen gefolgert, dadurch er begründete, dass der weltweit kreativer Prozess notwendigerweise gehen musste. Der Anstoß dazu enstand aus dem kontradiktorischen Charakter einer Situation, der nicht mehr ertragen konnte, indem die “Dunkelheit” bedeckt den Willenim Widerspruch zum Zweck, der zuerst verursacht hatte. Folglich ist ein zweiter Wille entstanden, wessen Ziel war wieder in die ursprüngliche Bedingung der Einheit zurückzukehren, während es zur gleichen Zeit die Dunkelheit festgehalten hat, die so weit das einzige Produkt des Willen Gottes nach Manifestation gewesen war. Das Ergebnis war eine Bewegung des Ziehens in sich selbst, eine Kontraktion in einem Wesenskern. Dieser Kern ist dann der Grund aller nachfolgenden Stufen geworden (ibd., #8;).

Jetzt, weil das introvertierte “Sehnsucht” schien unfähig jemals Befriedigung zu finden, hatte es die Form eines wilden und chaotischen “Feuers” angenommen, das gebrannt hat, ohne Licht zu geben. Das war die Qualität des Gotteszorns oder der Bitterkeit (Grimmigkeit), der fortwährend auf sich vorbeigekommen ist und seine eigene Substanz verbraucht hat (SS, 2. Band, Beschreibung der Drey Prinzipien Göttlichen Wesens, 1-2. Kapiteln). Diese selbstzerstörerische Tätigkeit hat enormen Schmerz und Kummer innerhalb der Gottesnatur verursacht, das erste Leiden das Weltall jemals gewusst hatte. Böhme hat diesen ersten Grundsatz beschrieben, als “die Sehnsucht in sich selbst zu ziehen”.

Trotz des zerstörenden Aspekts des Gotteszorns war es, gemäß Böhme, notwendig als das Fundament für alle nachfolgenden Entwicklungen. Ohne das, könnte es weder Licht noch Leben noch Heiterkeit jeder Art gegeben haben. Folglich konnte die Grimmigkeit gewissermaßen als der Generator aller Dinge beschrieben werden: als Gott der Vater. Als der erste Grundsatz seine ursprüngliche Bitterkeit darauf sich gedreht hat, dort hat eine dramatische Umkehrung ausgedünstet. Die kummervolle Ablehnung der freien Selbstmanifestation wurde selbst verneint: Mit einem gewaltsamen Donnerschlag hat der harte erste Grundsatz seine eigene Bitterkeit überwunden, und ein freudiges Licht ist hinzugekommen (ibd. ch. 2, #9). Das hat das Erscheinen der Harmonie und Ordnung aus der ursprünglichen Verwirrung symbolisiert. Triumphierend war der zweite Grundsatz, diese der Gottesliebe, die Böhme auch als Gottessohn charakterisiert hat.

Böhme hat gelehrt, die Wechselwirkung zwischen diesen zwei Grundsätzen des Gotteszorns und dass der Liebe den kreativen Impuls erzeugt hat, woraus sich das mannigfaltige Weltall entwickelt hat. Außerdem haben die zwei kooperativen Kräfte nicht aufgehört, gemäß der Entwicklung des Weltalls um produktiv zu sein, weil beide auch notwendig waren, sie aufrechtzuerhalten. Alle Dinge bestehen aus positiven und negativen Aspekten, das göttliche Ja und Nein (SS, vol. 9, Theosophische Fragen, 3. Kapitel, #2). Doch im gegenwärtigen Zeitalter ist der erste Grundsatz nicht mehr gewaltsam oder chaotisch, unter dem Einfluss des zweiten Grundsatzes umgewandelt. Tatsächlich ist der dritte Böhmes Hauptgrundsatz, der mit dem Heiligen Geist identifiziert ist, genau die dauernde Bewegung zwischen den ersten zwei: Es vertritt der lebende Atem des Weltalls (Gnadenwahl, 1. Kapitel, #24).

Es ist vielleicht nützlich, kurz die Böhmes problematischsten Hauptsache in der mehr normalen philosophischen Fachsprache umzuformulieren:

Böhmes Spekulationen hatten ihn zur Idee durchgeführt, dass sich das erste Schisma innerhalb des Willen Gottes in der Form einer konkreten Selbstentfremdung verwirklichen musste. Er behauptete (tatsächlich), es musstte einen Übergang zwischen (1) die potenzielle Polarität geben, beteiligt in Postulieren eines Unmanifest-Nichtdasein-Bedürfnisses, um ein Manifest für sich selbst zu werden, und (2) das Entstehen eines Wesens war das Manifest, und noch auch gegen sich war. Das Unmanifest Gottheit war vor der ganzen Existenz und als solches absolut homogenes; und noch – war das erste Paradox – es hat eine innewohnende Tendenz eingeschlossen, sich in Gegenteile zu unterscheiden. So ist die undifferenzierte Einheit in die selbstdifferenzierende Einheit gegangen. Die Letzteren, wie Logos des Heraklit, enthalten in der Schar die Keime eines Gleichgewichtes von Gegenteilen, deren hypothetische Gegensätzlichkeit von einer solche Art war – und war das zweite Paradox – dass ihr Übergang in die konkrete Aktualität notwendig war. Auf diese Weise hat die verborgene Dialektik Gottes in der offensichtlichen Dialektik der Natur hervorgedrungen, und damit das vernünftige Weltall wurde geschaffen.

Einschätzung

Wenn jemandem die phantasievolle Qualität in Böhmes Ausdrucksweisen in Betracht zieht, sieht man ihn mit einem klassischen philosophischen Problem ringen: nämlich, wie man die Beziehung zwischen der ewigen Einheit des Gottes und der Vielfältigkeit des wirklichen Weltalls versteht. Der Teil, was dieses Problem so furchterregend gemacht hat, war das Versuch sich eine Verbindung zwischen den denkbaren und “undenkbaren”(durch die Hypothese) vorstellen.

Seitdem Gott die unvorstellbare Essenz par excellence vertrat, war es ein Rätsel damit umzufassen, wie oder warum diese Essenz könnte sich verständlich gemacht haben, sogar nur einigermaßen. Die Frage besteht darin, warum sollte die Gottheit eher unergründlich bleiben, für immer gewickelt ins absolute Mysterium? Die Originalität von Böhmes Ansatz bestand in dem Problem eine Selbstverweisungsdrehung zu geben – im Anspruch, dass Gott keine Kenntnisse über sich haben würde, wenn er sich zu sich nicht offenbart war. Insofern als Offenbarung besteht in einer Art von Erfahrung, muss sie  einen strukturellen Subjekt-Objekt Polarität erfordern. Daher würde daraus folgen, dass Gottes Selbstoffenbarung gleichzeitig implizit die Existenz einer Schöpfung und die Geschöpfe für wen und durch wen die Offenbarung stattfinden würde.

Man kann leicht das schätzen, wie widerlich dieses geniale, aber unorthodoxe Nachdenken für die lutherischen Behörden zu seiner eigenen Zeit gewesen sein muss. Und doch dieselben Eigenschaften, die viele seiner Zeitgenossen empört haben, waren die Qualitäten, die seine ständige dringende Bitte um Nachwelt gesichert haben. Obwohl die Böhmes Denkweise alles anders als rigoros war, noch betrachtet als ein Versuch für das Erscheinen der Vielfältigkeit aus der Einheit und die Existenz aus der Möglichkeit eine Erklärung zu haben, seine Gedanken sind reich suggestiv.

Kürzlich wurde eine wachsende Anerkennung der Böhmes Wichtigkeit in der Geschichte der Philosophie gegeben. Seine Betonung auf dem Willensprimat hat ihn dazu gebracht, die Grundsätze für eine innovative Metaphysik, eine Alternative für den mechanistischen Determinismus zu skizzieren, das dominierend in Europa seit mehr als zwei Jahrhunderten geworden wurde. Indem er sich konzentrierte auf die Unerfahrenheit, Bedürfnis, Bemühung und Konflikt als grundsätzlichen Dimensionen sowohl des Menschen als auch des Gotteslebens, hatte er für moderne Philosophiewillen den Weg geebnet. Ein Gelehrter hat dafür Böhme als “den ersten bedeutenden Voluntarist” im westlichen Denkweise (Stoudt 302) genannt.

Bemerkenswert waren auch seine Anstrengungen bei Erarbeitung einer Theogonie, die gleichzeitig eine Kosmogonie war – eine Gleichwertigkeit mit dem Grundsatz der engen Beziehung zwischen Gottes Selbstbewusstsein und seiner Selbstoffenbarung. Seitdem hat diesen Grundsatz eine zentrale (und strittige) Rolle im modernen religiösen Gedanken gespielt. Böhmes These über die Ankunft Gottes bei der Selbstbewusstheit war ein genetischer Prozess, durchgeführt als ein neues Modell für die Offenbarung, umfasst die Vermittlung von aufeinander folgenden Entwicklungen im Laufe der vorweltlichen sowie die weltlichen Zeit. Tatsächlich gibt es vielleicht nicht viel dazu zu behaupten, dass Böhme der Erste war, wer versuchte mittels der Historizität der Absolute zu denken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Böhmes ausführliche Darstellung über eine Theosophie, basierte auf die Wechselwirkungen der göttlichen Zorn, Liebe und Bewegung hatten Mangel an die Genauigkeit und Übereinstimmung. Sein Schreiben hatte einen ekstatischen, phantasievollen Stil. Offensichtlich hat er seine Gottesgrundsätze nicht als objektive Gesetze, aber als die übernatürliche Fusion von psychologischen und alchimistischen Eigenschaften empfangen. Ihre Natur war für ihn dynamisch willensmäßig aber nicht formell logisch. Und doch zweifellos war es teilweise zwar für diese Qualitäten, dass die Böhmes Grundsätze einen großen Einfluss auf die spätere Denker hatten, vor allem seine Ideen über die Natur des Gottes Innenleben, wobei in Bezug auf den offensichtlichen Universum.

Quellen

Böhmes Werke:

Die individuellen Titel, oben zitierten, werden alle in Sämtliche Schriften (SS) eingeschlossen, bearbeiten durch den Willen – Erich Peuckert. Stuttgart: Fr. Frommanns, 1955-61. (Das ist ein Faksimile-Nachdruck der 1730-Ausgabe). Die englische Übergabe ist meine eigene. Die Leser könnten auch die Übersetzung von William Law befragen, The Works of Jacob Behman. London: Richardson, 1764. Passagen aus dieser englischen Übersetzung werden oben im Anschluss zitiert, nach den entsprechenden deutschen Zitaten.

The Way to Christ. Eine moderne Übersetzung von Böhmes Weg zu Christus (1620). Übersetzung W. Zeller. New York: Paulist Presse, 1978.

Werke über Böhme:

Merkel, Ingrid. “Aurora; oder The Rising Sun of Allegory: Hermetic Imagery in the Work of Jakob Böhme. “. Hermeticism and the Renaissance: Intellectual History and the Occult in Early Modern Europe. Eds. I. Merkel and A. G. Debus. Washington: The Folger Shakespeare Library, 1988. 302-310.

Peuckert, Will – Erich. Das Leben Jakob Böhmes. Jena: E. Dieterichs, 1924.

Stoudt, John Joesph. Sunrise to Eternity: A Study in Jacob Boehme’s Life and Thought. Philadelphia: University of Pennsylvania Press, 1957.

Hvolbel, R. H. “Was Jacob Boehme a Paracelsian?” Hermetic Journal 19 (Spring 1983): 6-17.

Online-Quellen:

Jacob Boehme Resources (Bruce B. Janz)

Edward A. Beach